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Sternzeichen - Allegorie

Und es war Morgen

....... als Gott vor zwölf Kindern stand und in jedes von ihnen den Samen menschlichen Lebens legte. Die Kinder traten nacheinander vor ihn, um seine Gaben zu empfangen.

 



Dir, Widder,

....gebe ich als Erstem meinen Samen, damit du die Ehre hast, ihn zu pflanzen. Jeder Same, den du pflanzt, wird sich in deiner Hand eine Million Mal vervielfältigen. Du wirst keine Zeit haben, den Samen wachsen zu sehen, denn alles was du pflanzt, erzeugt wieder Neues, was gepflanzt werden muss. Du wirst der Erste sein, der die Ackerkrume des menschlichen Geistes mit deiner Idee durchdringt. Aber deine Aufgabe ist weder die Idee zu nähren, noch sie in Frage zu stellen.

Dein Leben ist Tat, und die einzige Tat, die ich dir zuschreibe, ist: Beginne damit, den Menschen meine Schöpfung bewusst zumachen. Für deine gute Arbeit gebe ich dir die Tugend der Selbstachtung.

Ruhig ging der Widder zu seinem Platz zurück.



Dir, Stier,

.....gebe ich Kraft, Substanz in den Samen zu legen. Deine Aufgabe ist von großer Art und erfordert Geduld, denn du musst das Begonnene vollenden, sonst wird der Same durch den Wind verschwendet. Es ist nicht deine Aufgabe, zu hinterfragen, deine Meinung in der Mitte zu verändern oder von anderen abzuhängen bei dem, was ich von dir fordere. Dafür schenke ich dir die Gabe der Stärke. Nutze sie weise.�

Und der Stier ging zum Platz zurück.



Dir, Zwilling,

....gebe ich die Frage ohne Antworten, damit du allen Einsicht bringen kannst von dem, was sie um sich herum sehen. Du wirst niemals wissen, warum die Menschen reden oder zuhören, aber auf der Suche nach der Antwort wirst du mein Geschenk des Wissens finden.

Und der Zwilling ging zurück auf seinen Platz.

 



Dir Krebs,

....gebe ich die Aufgabe, die Menschen etwas über Empfindungen zu lehren. Ich möchte, dass du die Menschen zum Lachen und zum Weinen bringst, damit sie das Gesehene und Gehörte zu innerem Reichtum entwickeln. Dafür erhältst du von mir das Geschenk der Familie, damit sich dein Reichtum vermehrt.

Und der Krebs ging zurück auf seinen Platz.

 



Dir, Löwe,

....gebe ich die Aufgabe, der Welt meine Schöpfung in all ihrem Glanz zu offenbaren. Aber du musst mit deinem Stolz vorsichtig umgehen und dich immer daran erinnern, dass es meine Schöpfung ist und nicht deine. Denn wenn du es vergisst, werden dich die Menschen verschmähen. Es gibt viel Freude bei deiner Arbeit, wenn du sie nur richtig machst. Dafür sollst du das Geschenk der Ehre erhalten.

Und der Löwe ging zur�ck auf seinen Platz.



Du, Jungfrau,

...erhältst die Aufgabe,  alles zu prüfen, was der Mensch mit der Schöpfung gemacht hat. Du sollst seine Wege gründlich erforschen und ihn auf seine Irrtümer aufmerksam machen, damit durch dich meine Schöpfung vollkommen werden kann. Hierfür gebe ich dir das Geschenk der reinen und klaren Gedanken.

Und die Jungfrau ging zurück auf ihren Platz.



Dir Waage,

.....gebe ich die Aufgabe des Dienens, damit der Mensch sich auf seine Pflichten dem Nächsten gegenüber besinnt, auf dass er Zusammenarbeit lernen kann wie auch das Betrachten seiner Handlungen von einem anderen Standpunkt aus. Ich bringe dich überall hin, wo es Unstimmigkeiten gibt, und für deine Bemühungen will ich dir die Gabe der Liebe schenken.

Und die Waage ging an ihren Platz zurück.

 



Dir, Skorpion,

.....gebe ich eine sehr schwierige Aufgabe. Du wirst fähig sein, die Gesinnung der Menschen zu erkennen, aber ich erlaube dir nicht, über das, was du lernst, zu sprechen.
Oft wirst du unter dem Geschehenen leiden und in deinem Schmerz wirst du dich von mir abwenden. Darüber vergisst du, dass nicht ich es bin, der dein Leid verursacht sondern die Verdrehung meiner Idee. Du wirst soviel von den Menschen sehen, dass du ihn wie ein Tier kennen lernst, und du hast viel von seinen animalischen Instinkten in dir selbst zu bekämpfen, dass du deinen eigenen Weg aus den Augen verlierst. Aber wenn du schließlich zu mir zurückkehrst, habe ich für dich das höchste Geschenk der Zielstrebigkeit.

Und der Skorpion ging zurück.

 



Du Schütze, von dir

.....fordere ich, dass du die Menschen zum Lachen bringst, denn inmitten ihres Missverstehens meiner Idee werden sie verbittert. Durch Lachen gibst du den Menschen Hoffnungen, und durch die Hoffnung richten sie ihr Augenmerk wieder auf mich. Du wirst mit vielen Leben in Berührung kommen, wenn auch nur für einen Augenblick, und du wirst die Ruhelosigkeit in jedem Leben spüren. Dir, Schütze, gebe ich das Geschenk des unendlichen Überflusses, damit du dich weit genug ausbreiten kannst und selbst die finstersten Ecken erhellen kannst.

Und der Schütze ging zurück auf seinen Platz.

 

Von dir, Steinbock,

.....fordere ich den Schweiß deines Angesichts, damit die Menschen von dir das Arbeiten lernen. Du hast keine leichte Aufgabe, denn die Mühen aller Menschen werden auf deinen Schultern liegen; Doch für die Bürde deiner Last lege ich die Verantwortung für die Menschen in deine Hände.

Und Steinbock ging zurück.


 

Dir Wassermann,

......gebe ich die Vorstellung von der Zukunft, auf dass die Menschen andere Möglichkeiten sehen können. Du wirst den Schmerz der Einsamkeit erfahren, denn ich erlaube dir nicht, meine Liebe zu personifizieren. Doch dafür, dass du den Menschen neue Möglichkeiten aufzeigst, erhältst du von mir das Geschenk der Freiheit, damit du der Menschheit immer zur Stelle bist, wenn sie dich braucht.

Und Wassermann ging zu seinem Platz zurück.

 

 

 



Dir Fische,

....gebe ich die schwierigste Aufgabe von allen. Du sollst die Sorgen aller Menschen
sammeln und sie mir zurückgeben. Deine Tränen werden schließlich meine Tränen sein. Das Leid, das du auf dich nimmst, ist die Folge des menschlichen Missverstehens meiner Idee, doch du sollst Erbarmen mit ihnen haben, damit sie es noch einmal versuchen können. Für diese schwierige Aufgabe erhältst du das größte Geschenk von allen. Du wirst das einzige meiner zwölf Kinder sein, das mich versteht. Doch diese Gabe ist nur für dich alleine, denn wenn du versuchst, sie auszustreuen, wird man dir nicht zuhören.

Und Fische ging zurück auf den Platz.



Dann sprach Gott:

Jeder von euch hat einen Teil meiner Idee. Ihr dürft diesen Teil weder mit meiner ganzen Idee verwechseln noch sollt ihr euch wünschen, die einzelnen Teile miteinander zu vertauschen. Denn jeder von euch ist vollkommen. Doch das werdet ihr nicht eher wissen, bis alle zwölf von euch EINS sind. Und dann wird erst jedem einzelnen von euch die Ganzheit meiner Idee offenbart werden.

Und die Kinder gingen, jedes von ihnen fest entschlossen, sein Bestes zu tun, um die Gabe in Empfang nehmen zu können. Doch keines von ihnen verstand seine Aufgabe und sein Geschenk ganz, und als sie verwirrt zu Gott zurückkamen, sprach er: Jeder von euch glaubt, dass die anderen Gaben besser seien. Darum erlaube ich euch zu tauschen.

Und für einen Moment war jedes Kind begeistert, als es all die Möglichkeiten seiner neuen Aufgabe erwog. Aber Gott lächelte, als er sagte: Ihr werdet noch viele Male zu mir zurückkommen und mich bitten, euch von eurer Aufgabe zu befreien, und jedes Mal werde ich euren Wünschen nachkommen. Ihr werdet durch unzählige Inkarnationen gehen, bis ihr die ursprüngliche Aufgabe, die ich für euch vorgesehen habe, vollständig erfüllt. Ich gebe euch unendlich viel Zeit dafür, doch erst nach Erfüllung dieser Aufgabe könnt ihr bei mir sein.

(Die Sternzeichen-Allegorie ist ein Auszug aus: Shulman, Martin, Rückläufige Planeten und Reinkarnation)


 

 

 

 



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